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49 Arten, ein Buch einzukleiden

Jede Umschlag- und Einbandart in Shelvd, von Ganzkalb bis Broschur: was sie ist, woran man sie erkennt und warum sie zählt.

3 Min.

Der Einband ist das Erste, was Sie sehen, und das Letzte, was in vielen Katalogen erwähnt wird. In Shelvd bekommt er die Aufmerksamkeit, die er verdient: 49 Einbandarten, von Ganzkalb bis Broschur, jeweils als präzise Kombination aus Material und Konstruktion. Alle 49 werden für den Katalogeintragsgenerator in dreizehn Sprachen übersetzt, sodass ein französischer Händler „Plein maroquin“ sieht, ein deutscher „Ganzmaroquin“ und ein schwedischer „Helfranskt band“.

Einbandtypen vs. Bindungsarten

Shelvd unterscheidet zwei Dinge:

  • Einbandtyp – womit das Buch bezogen ist (Material und Umfang)
  • Bindung – wie das Buch konstruktiv zusammengehalten wird

Die Dropdown-Liste „Einbandtyp“ enthält Optionen wie „Vollleder“, „Halbleder mit marmorierten Deckeln“, „Verlagsleinen“ und „Papierumschlag“. Das Feld „Bindung“ beschreibt die Konstruktion: genäht, klebegebunden, Spiralbindung usw.

Eine kurze Tour durch die Covermaterialien

Leder: Der Aristokrat unter den Einbandmaterialien. Vollleder bedeutet, dass der gesamte Bezug aus Leder besteht. Halbleder bedeutet, dass Rücken und Ecken aus Leder sind und die Deckel mit Papier oder Stoff bezogen sind. Viertelleder meint nur den Rücken.

Gängige Leder: Kalbsleder (glatt, hell, altert bis honigbraun), Marokko (Ziegenleder, genarbt, strapazierfähig), Pergament (Kalbsleder oder Schafsleder, cremeweiß, seit dem Mittelalter verwendet), Schweinsleder (stark genarbt, häufig in deutschen Einbänden), Russland (charakteristischer Geruch, glatt, oft rot oder grün gefärbt).

Stoff: Ab den 1820er Jahren wurde Verlagsleinen zum Standard. Farben, Körnungen und Prägemuster variierten enorm. Ein viktorianischer Leineneinband mit abgeschrägten Deckeln und vergoldetem Titel ist etwas ganz anderes als ein Buckram-Bibliothekseinband aus den 1960er Jahren.

Papier: Papierumschläge (Vorläufer des Taschenbuchs), bedruckte Umschläge, dekorierte Pappdeckel und der allgegenwärtige Schutzumschlag – eine Papierhülle, die einst weggeworfen wurde und heute oft mehr wert ist als das Buch darin.

Karton: Glatter Karton (Karton ohne Bezug), holländischer Goldkarton, marmorierter Karton, Kleisterkarton. Im 18. und 19. Jahrhundert verbreitet.

Schutzgehäuse

Über den Einband selbst hinaus erfasst Shelvd Schutzbehältnisse: Schuber, Klappkassetten, Umschlagmappen, Solanderboxen, Schutzumschläge. Das ist die Rüstung des Buchs – alles, was den Einband vor Licht, Staub und dem Sammler selbst schützt.

Was aufgezeichnet werden soll

Wählen Sie für jedes Buch den Einbandtyp, der am besten zu dem passt, was Sie sehen. Wenn das Buch einen Halbledereinband mit marmorierten Deckeln hat, wählen Sie „Halbleder“ (oder eine allgemeinere Halbleder-Option, wenn das genaue Leder unsicher ist). Ergänzen Sie Details im Feld Zustandshinweise: „Zeitgenössischer Halbledereinband mit marmorierten Deckeln, Rücken mit fünf erhabenen Bünden und vergoldetem Titel, Ecken leicht berieben.“

Die Kombination aus Einbandtyp, Bindung, Zustand und Notizen gibt jedem, der den Datensatz liest, ein vollständiges Bild davon, wie das Buch physisch aussieht – und darum geht es schließlich.

📖 Im Blog zu finden: A Field Guide to Bindings, The Dust Jacket Problem

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